Internationaler Tag der Gehörlosen: Schutz des kindlichen Hörvermögens
Was verursacht kindlichen Hörverlust?
Kindlicher Hörverlust kann durch genetische Faktoren, medikamentenbedingte Schädigungen, Mittelohrerkrankungen oder Lärmexposition verursacht werden. Etwa 60 % der Gehörlosigkeit sind genetisch bedingt, wobei gängige Gene GJB2, SLC26A4, MT-RNR1 und GJB3 umfassen.
Einige Kinder können Hörprobleme haben, auch wenn beide Eltern normal hören, da beide Eltern rezessive Mutationen tragen können. Bestimmte ototoxische Medikamente, insbesondere Aminoglykosid-Antibiotika, können bei genetisch anfälligen Kindern ebenfalls schwere Hörschäden verursachen.
Gentest · Neugeborenen-Hörscreening · Vermeidung ototoxischer Medikamente · Vorbeugung von Mittelohrentzündungen · Kontrolle der Kopfhörerlautstärke
Screening-Zeitplan und Warnzeichen
Das Neugeborenen-Hörscreening umfasst in der Regel einen ersten Test 3 bis 5 Tage nach der Geburt. Wenn der erste Test nicht bestanden wird oder eine familiäre Vorbelastung oder mütterliche Exposition gegenüber ototoxischen Medikamenten vorliegt, ist ein erneuter Test um den 42. Tag wichtig.
Wird der erneute Test nicht bestanden, sollte innerhalb von 3 Monaten eine diagnostische Untersuchung abgeschlossen und innerhalb von 6 Monaten mit der Intervention begonnen werden, um die kritische Phase der Sprachentwicklung zu schützen.
- Keine Schreckreaktion bei lauten Geräuschen
- Wird nicht von lauten Geräuschen geweckt
- Kein "Mama"- oder "Papa"-Plappern mit etwa 10 Monaten
- Keine sinnvollen Worte mit 18 Monaten
- Hohe TV-Lautstärke, Fragen "was", oder Lippenlesen beim Ansprechen
- Gentest bei Bedarf vor oder während der Schwangerschaft
- Vermeidung ototoxischer Medikamente, es sei denn, medizinisch notwendig
- Schnelle Behandlung von Erkältungen, Rhinitis und Mittelohrentzündungen
- Kinderohren nicht blind reinigen
- Begrenzung der Kopfhörernutzung und Lautstärke
Auch die tägliche Pflege schützt das Gehör
Eltern sollten häufiges Ohrenreinigen oder die Verwendung von Wattestäbchen tief im Gehörgang vermeiden. Bei kleinen Kindern sollte die Kopfhörernutzung eingeschränkt oder vermieden werden, und ältere Kinder sollten die Lautstärke niedrig und die Nutzungsdauer kurz halten.
"Gehörschutz bedeutet nicht nur, ein Neugeborenen-Screening zu bestehen. Es ist eine langfristige Aufgabe während der gesamten Kindheit."