Hustenbedingte Kopfschmerzen enthüllten ein „Loch“ im Herzen: Das offene Foramen Ovale verstehen
Was ist ein offenes Foramen Ovale?
Das Foramen Ovale ist ein normaler Durchgang zwischen dem linken und rechten Vorhof während der fötalen Entwicklung. Es schließt sich normalerweise innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt. Bleibt es nach dem 3. Lebensjahr offen, spricht man von einem offenen Foramen Ovale.
Viele Menschen mit PFO haben keine offensichtlichen Symptome. Wenn jedoch der Brustdruck beim Husten, Pressen oder bestimmten Aktivitäten ansteigt, kann Blut vom rechten in den linken Vorhof gelangen und einen Rechts-Links-Shunt erzeugen.
Hustenbedingte Kopfschmerzen · Migräne mit Aura · Unerklärlicher Schlaganfall · Bubble-Studie · PFO-Verschlussbeurteilung
Symptome, die Aufmerksamkeit erfordern könnten
Mögliche PFO-bezogene Anzeichen sind unerklärlicher Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken, insbesondere bei Personen unter 55 Jahren ohne traditionelle Risikofaktoren. Migräne, insbesondere Migräne mit Aura, kann ebenfalls eine Abklärung erforderlich machen, wenn die Symptome anhaltend oder unerklärlich sind.
Weitere Warnzeichen sind starke Kopfschmerzen, die durch Husten oder Pressen ausgelöst werden, unerklärliche Ohnmacht oder Schwindel und die Dekompressionskrankheit bei Tauchern oder Personen, die Hochdruckaktivitäten ausüben.
- Unerklärlicher Schlaganfall oder TIA
- Migräne mit Aura
- Starke Kopfschmerzen nach Husten oder Pressen
- Unerklärlicher Schwindel oder Ohnmacht
- Dekompressionskrankheit bei Tauchern
- Kontrastmittel-transkranielle Doppler-Bubble-Studie
- Beurteilung des Rechts-Links-Shunts
- Regelmäßige Nachkontrolle bei milden Fällen
- Thrombozytenaggregationshemmende Therapie, wenn empfohlen
- Transkatheter-Verschluss für ausgewählte Hochrisikopatienten
Wie wird PFO gescreent und behandelt?
Eine Bubble-Studie kann helfen, einen Rechts-Links-Shunt zu erkennen. Dabei werden winzige Blasen in eine Vene injiziert, während Ultraschall den zerebralen Blutfluss überwacht. Wenn Blasen innerhalb eines kurzen Zeitfensters in der zerebralen Arterie erscheinen, wird ein Rechts-Links-Shunt vermutet.
Die Behandlung hängt von den Symptomen, der Shunt-Größe, der Schlaganfallgeschichte, der Migräneschwere und anatomischen Risikofaktoren ab. Manche Personen benötigen nur Beobachtung und Vorsichtsmaßnahmen im Lebensstil, während andere einen transkathetergestützten Verschluss über die Femoralvene benötigen könnten.
„Ein PFO zu finden bedeutet nicht immer, dass es verschlossen werden muss. Die Entscheidung sollte auf Symptomen, Risiken und einer Facharztbeurteilung basieren.“