Nach 20 Jahren Hypertonie: 41-Jähriger setzt endlich Bluthochdruckmedikamente ab
Zwanzig Jahre Hypertonie – Medikamente konnten nicht abgesetzt werden
Mark war erst 21 Jahre alt, als er zum ersten Mal Medikamente gegen Bluthochdruck einnahm. Sein Blutdruck erreichte einst einen Höchstwert von 170/110 mmHg.
Fast zwei Jahrzehnte lang halfen Medikamente, seinen Zustand teilweise unter Kontrolle zu halten, aber sein Blutdruck blieb instabil. Zwei Jahre zuvor hatte er sich einer Ballonangioplastie wegen einer Verengung der linken Nierenarterie unterzogen, einem Eingriff zur Öffnung des verengten Gefäßes.
Nach diesem Eingriff besserte sich sein Blutdruck bis zu einem gewissen Grad, aber er benötigte immer noch tägliche Medikamente. Bei einer kürzlichen Nachuntersuchung stellten die Ärzte jedoch fest, dass seine linke Nierenarterie erneut stark verengt war – diesmal erreichte die Stenose etwa 90 %.
Gleichzeitig wurde bei Mark auch eine leichte Verengung der Herzkranzgefäße und Typ-2-Diabetes festgestellt. Daraufhin suchte er Dr. Ke von der kardiologischen Abteilung zur weiteren Abklärung auf.
Blutdruck bis zu 170/110 mmHg · Medikamente blieben notwendig · Linke Nierenarterie um 90 % verengt
Die Diagnose – Nierenarterienstenose als Ursache für sekundäre Hypertonie
Nach der Aufnahme führten Dr. Ke und das Team eine kombinierte Koronar- und Nierenarterienangiographie durch. Die Untersuchung zeigte, dass die Öffnung von Marks linker Nierenarterie um etwa 90 % verengt war, was den Blutfluss zur Niere stark einschränkte.
Dr. Ke erklärte, dass die Nieren eine wichtige Rolle bei der Blutdruckregulation spielen. Wenn die Nierenarterie verengt ist und die Niere unzureichend durchblutet wird, aktiviert der Körper eine Notfallreaktion, bekannt als Renin-Angiotensin-Aldosteron-System oder RAAS.
"Wenn die Niere eine verminderte Durchblutung wahrnimmt, kann der Körper reagieren, indem er die Blutgefäße verengt und Wasser und Natrium zurückhält. Dies kann den Blutdruck erhöhen und gewöhnliche Blutdruckmedikamente weniger wirksam machen."
Marks Zustand war eine Art sekundäre Hypertonie, bekannt als renovaskuläre Hypertonie. In dieser Situation kann der Blutdruck, wenn die Verengung der Nierenarterie nicht korrigiert wird, schwer zu kontrollieren bleiben und die Nierenfunktion kann im Laufe der Zeit ebenfalls beeinträchtigt werden.
Das Ergebnis – Blutdruck normalisiert und Medikamente abgesetzt
Nach dem Eingriff sank Marks Blutdruck allmählich und wurde stabil. Unter engmaschiger medizinischer Überwachung konnte er alle blutdrucksenkenden Medikamente absetzen, während sein Blutdruck im normalen Bereich blieb.
Dr. Ke erklärte, dass nach der Wiedereröffnung der verengten Nierenarterie die Blutversorgung der Niere verbessert wurde. Da sich die Niere nicht mehr in einem ischämischen Zustand befand, wurde die abnorme Aktivierung des RAAS-Systems reduziert, wodurch der Blutdruck wieder in den Normalbereich zurückkehren konnte.
Fast 20 Jahre Hypertonie. Blutdruck blieb trotz Langzeitmedikation instabil.
Ein Nierenarterienstent wurde präzise platziert, um das stark verengte Gefäß wieder zu öffnen und den Blutfluss wiederherzustellen.
Blutdruck normalisierte sich allmählich, und blutdrucksenkende Medikamente wurden unter medizinischer Aufsicht abgesetzt.
"Nachdem die Nierenarterienstenose korrigiert wurde, verbesserte sich der ischämische Zustand der Niere, und das abnorme blutdrucksteigernde System wurde effektiv ausgeschaltet."
— Dr. Ke
Für Mark war das Ergebnis unerwartet und zutiefst bedeutsam. Nachdem er fast 20 Jahre lang Medikamente eingenommen hatte, hatte er sich nicht vorstellen können, dass ein einziger Stent ihm helfen würde, die Blutdruckmedikation endlich abzusetzen.
"Ich hatte 20 Jahre lang Blutdruckmedikamente genommen. Ich hätte nie erwartet, dass ein Stent mir helfen könnte, sie abzusetzen."
— Mark
Marks Geschichte erinnert daran, dass nicht alle Hypertonie gleich ist. Wenn Bluthochdruck in jungen Jahren auftritt, schwer zu kontrollieren bleibt oder mehrere Medikamente erfordert, sollten sekundäre Ursachen wie Nierenarterienstenose in Betracht gezogen und von Spezialisten abgeklärt werden.